MaYa on Tour

Hiroshima und die Insel Miyajima

Ein interessante Mischung aus toller Stimmung, leckerem Essen, sonnigen Inselabenteuern und der Geschichte über einen tragischen Atombombenanschlag.

 

 

 

Heute stand eine größere Reise an, denn wir wollten mit dem Shinkasen von Osaka nach Hiroshima fahren. Daher galt es jede Menge Wegzehrung zu besorgen und durch die von Melly mitgebrachten Teebeutel und die von Yannik in letzter Sekunde geleerten Flaschen konnten wir heißes, durch Marlis am Automaten abgefülltes Wasser in Tee verwandeln. Teamwork zählt ich eben doch aus! Auf der Fahrt konnten wir daher ganz japanisch Tee trinken :)

In Hiroshima angekommen haben wir das Schema beibehalten: Yannik hatte das Navi, Melly den Fotoapparat und Marlis die Verantwortung! Unnötig zu erwähnen dass diese am meisten wog! Das K´s House war von der Station aus gut zu erreichen und wir konnten direkt einchecken. Super Service, denn normalerweise wäre der Check in erst 3 h später möglich gewesen. Glücklich gleich zur Insel Miyajima aufbrechen zu können machten wir uns auf den Weg zur Ferry-Station und setzten zur besagten Insel über. Auch das Wetter hat es gut mit uns gemeint und so konnten wir bei Sonnenschein den Wellen beim Schaukeln zusehen ;)

Kaum auf der Insel angekommen begegnete uns auch schon das erste „wildlebende“ Reh – eine der vielen Inselattraktionen die zahlreiche in- sowie ausländische Touristen anlockt. Doch das Kleine hat uns mit seinem niedlichen Anblick ganz schön an der Nase herumgeführt! Denn als ich es streicheln wollte hat es kurzerhand unsere Karte von der Umgebung gefressen! Es war gar nicht so einfach einfach unter dem lachen der zuschauenden Japaner dem Vielfraß die letzten Fetzen der Karte wieder zu entwenden ^^*

Der weitere Besuch verlief zum Glück ohne weitere Zwischenfälle und so konnten wir in aller Ruhe die Schreine/Tempel und Pagoden sowie das große rote Torii im Wasser (Itsukushima-Torii) ansehen. Wir hatten wieder einmal Glück, denn bei Ebbe konnten wir sogar bis zu dem Tor laufen ohne nasse Füße zu bekommen. Gefallen hat uns auch die kulinarische Spezialität der Insel: das Miji-Manju, eine Art Waffel in Form eines Ahornblattes mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

Nach diesem tollen Ausflug traten wir gut gelaunt den Rückweg nach Hiroshima an. Obwohl unser Reiseführer ankündigte „Da die Stadt selbst bei dem Atombombenabwurf größtenteils zerstört wurde, sind nur wenige Sehenswürdigkeiten in vorhanden“ fassten wir den Entschluss diese Aussage zu widerlegen!

Wir erkundeten den Friedensgedenkpark und das dortige Museum. Am meisten beeindruckt haben uns die unzähligen gefalteten Kraniche am Kinderdenkmal. Die Origami stellten teilweise bunte Bilder und Schriftzüge dar oder bildeten durch ihre gefaltete Form 3-D-Kunstwerke.

An der Burg von Hirsohima entstand schließlich unser persönliches Bild Tages – für das es sich allemal gelohnt hat ein paar Sekunden (wie hatten Langzeitbelichtung eingestellt) unbeweglich auf das Wasser zu blicken und von vorbei laufenden Fußgängern als lustige Europäer abgestempelt zu werden! Überrascht waren wir auch von den „Licht-Schreib-Fotos“, die mit steigender Übung wirklich gut wurden. Den Geheimtrick dafür will Yannik hier allerdings nicht verraten. xD

Als die Sonne langsam unterging konnten wir das riesige bunte Lichterspektakel mit unterschiedlichen „Stationen“ zu verschiedenen Themen gar nicht zu verfehlen. Wir schenkten jeder Station ein wenig unserer Zeit und erhielten dafür wunderschöne Bilder und unvergessliche Eindrücke.

Vom Hunger getrieben folgten wir anschließend dem leckeren Duft eines Okonomiaki-Restaurants – der „Okonomi-Mura“. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Dabei handelt es sich um ein riesiges Haus mit 7 oder 8 Stockwerken in dem sich auf jedem Stock unzählige Okonomiaki-Restaurants befinden. In einem davon haben wir die Kulinarische Spezialität Hiroshimas versucht, den „Okonomiaki Hiroshima Art“. Bei Okonomiaki handelt es sich um eine Art Crêpe, auf dem in feine Streifen geschnittener Kohl, unter-schiedliches Gemüse sowie auch und Fleisch bzw. Meeresfrüchte gegart werden. Allerdings werden in Hiroshima, im Gegensatz zur Kansai-Region, die Zutaten auf einander geschichtet. Außerdem werden auch Nudeln wie Udon oder Soba mit gebraten und als weitere Schicht auf den Okonomiaki gestapelt. Die oberste Schicht bildet ein gebratenes Ei das mit 2 Kellen geschickt verteilt eine breite runde Fläche und somit eine Art Deckel bildet. Das Essen hört sich nicht nur so lecker an sondern schmeckt auch so!

Alles in allem wieder eine wirklich tolle Zeit! <3

 

 

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