MaYa on Tour

Let’s climb Fuji-san

 

Wir haben’s echt gemacht! Unsere längste (14 h am Stück o.O) Wanderung – die ganze Nacht und den ganzen Tag – ohne Schlaf – keine Wasserauffüllmöglichkeit – mit unserem gesamten Reisegepäck. Und das zum höchsten Berg Japans mit stolzen 3.776 m Höhe.

Diese Art von Wanderstil wird hier als ,Bullet Climbing‘ bezeichnet und es wird feundlich davon abgeraten xD

Zugegebenermaßen war es auch wirklich ziemlich verrückt. Aber anderenfalls hätten wir noch einmal zurück gehen müssen um unser Zeug zu holen und hätten einen ganzen Tag verloren – No Way! Und ganz ehrlich? Der Ausblick vom
symmetrischsten Kegel in der Welt war die Strapazen so was von wert!

Bevor ihr euch wundert wieso wir Fuji-san und nicht Fuji-yama schreiben, lassen wir uns an dieser Stelle noch kurz über die häufig falsche Übersetzung des Schriftzeichens 山 (jap. Berg) aus. Das Kanji kann sowohl als „san“ als auch als „yama“ gelesen werden kann – in diesem Fall ist aber „San“ die richtige Variante :)

Was? Wir sollen auch noch etwas von der Wanderung an sich schreiben? Na gut… Wir starteten unsere Reise in Tokyo und waren eine halbe Ewigkeit unterwegs bis wir endlich in Kawaguchiko ankamen. Nachdem wir ein wenig auf Nahrungssuche durch die Stadt irrten, nahmen wir den letzten Bus zur 5th Station. Dabei müsst ihr wissen, dass es fünf Pfade, mit einer Länge zwischen 15-25 km, zum Gipfel gibt. Wir wählten den beliebtesten und am besten ausgebautesten mit dem Namen Yoshida Trail. Das war eine gute Entscheidung, denn der Pfad war gut gesichert und auch bei Nacht jederzeit sichtbar.

Der Fuji wird für den Aufstieg in 10 Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt deckt ca die selbe Anzahl an Höhenmetern ab. Indem wir also den Bus zur 5. Station nahmen, sparten wir uns die Hälfte des Weges. Klingt faul? Nicht mehr wenn man weiß, dass man immer noch acht Stunden nach oben klettern muss…

Nach unten geht es dann zwar schneller (zirka 5 Stunden) aber man spürt dafür die schmerzenden Muskeln/Füße, die Übermüdung und irgendwann geht einem das Wasser aus. Gut dass es auf jeder Station Getränke und am Kraterrand sogar einen typischen japanischen Getränkeautomaten mit heißen und kalten Getränken gibt.

Irgendwie haben wir es aber wieder nach unten und damit in die Hakone-Area geschafft. Davon berichten wir dann in Kürze :)

 

3 Kommentare zu “Let’s climb Fuji-san

  1. Benny

    Mein Respeckt!

    Meine längste Wanderzeit an einem Tag waren 10h allerdings mit 20kg auf dem Rücken, damit wäre ich den Fuji nicht hochgekommen!^^

    Seit ihr 5 da als Gruppe hochmaschiert (Gruppenfoto)?

    1. Marlis Autor des Beitrags

      20 kg? Wow damit wäre ich glaub kaum einen Meter vorangekommen ohne umzufallen xD
      Wobei mein Gepäck nun doch um einiges schwerer geworden ist als es noch in Japan war. Wir müssen uns nicht mehr ans Handgepäckgewicht halten und alles in Kuala Lumpur und Bali ist einfach so wahnsinnig billig. Da muss man einfach einkaufen xP

    2. Marlis Autor des Beitrags

      Ja, wir sind zusammen nach oben gestiegen. Vor allem ganz am Anfang und ganz am Ende hatten wir zwar ein (minimal) unterschiedliches Tempo, aber da es immer wieder diese ‚Stationen‘ gab, hat man sich spätestens nach ner halben Stunde wieder getroffen und kurz zusammen Pause gemacht :)
      Wir waren auch davor und danach in großen Teilen gemeinsam in Japan unterwegs :)

Schreibe einen Kommentar zu Marlis Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert