Dieses Wochenende haben wir uns mal was Neues ausgedacht! Es ging zum Wandern auf den Watzmann nach Berchtesgaden.
Am ersten Tag fuhren wir mit dem Boot nach Sankt Bartholomä und erkundeten die dortige Gegend. Es gibt dort einen kleinen Wanderweg zu einer gletscherähnlichen Eiskapelle. Diesen nahmen wir und erkundeten die Eismassen, die sich trotz der heißen Temperaturen der letzten Wochen, noch dort aufgestaut hatten.
Am zweiten Tag begonnen wir unsere große Wandertour. Diese startete direkt an unserem Campingplatz am Königsee mit einem 5-stündigen Aufstieg zum Watzmannhaus. Dort gönnten wir uns ein leckeres Abendessen und eine Nacht im (sauberen und bequemen) Matratzenlager.
Morgens um 7 Uhr, also kurz nach Sonnenaufgang, begann unser Aufstieg zum Hocheck (2651 m). Dort angekommen bekamen wir doch etwas Angst, als wir den vor uns liegenden Weg zur Mittelspitze (2713 m) sahen. Der Weg war nicht nur schmal und uneben – am Rand ging es auch verdammt tief runter. Wir mussten uns auf jeden Schritt konzentrieren und ketteten uns, so oft es ging, an die Stahlseile. Sicher war das mit unserer Ausrüstung zwar nur bedingt, aber es gab zumindest ein besseres Gefühl.
Für unseren Wagemut wurden wir aber mit atemberaubenden Ausblicken auf den Königssee und den Obersee sowie das umliegende Alpengelände (Hochkalter, Reiteralm, Wimbachgries) belohnt. Bei einem solchen Anblick war es gar nicht so einfach sich auf den Weg zu konzentrieren…
Als wir heilfroh an der Mittelspitze ankamen ahnten wir noch nicht, dass der Übergang zur Südspitze (2712 m) sich als der schlimmste Streckenabschnitt herausstellen sollte. Es gab viele Ab- und Anstiege und zahlreiche Strecken ohne Sicherungsseil.
Unser Weg sah dabei wie folgend aus:
copyright DAV Deutscher Alpenverein
Nach 6 Stunden (und damit ziemlich langsam – aber wenigstens sicher!) kamen wir unversehrt an der Südspitze an. Bei einer kurzen Pause sammelten wir unsere Kräfte für den langen und steilen Abstieg – und die sollen wir auch brauchen. Der rutschige Schotterbelag lud gerade zu zum Ausrutschen ein und durch die vielen Kletterstücke mussten wir unsere Wanderstöcke regelmäßig ein- und auspacken.
Als wir endlich die erste grüne Fläche erreichten, waren wir erleichtert. Nun war es erst einmal Zeit für ein Picknick! Dabei beäugten uns immer wieder Gämsen, denn wir hatten wohl einen ihrer Lieblingsplätze geklaut.
Danach ging es leider wieder steinig weiter und die Strecke zog sich gefühlt ewig, bis wir endlich unten im Gries, einen urzeitlichen Schuttstrom, ankamen. Von dort war es nicht mehr weit zum Wimbachgrieshütte, in der wir uns nochmal eine längere Pause (mit Preiselbeer-Buttermilch <3) gönnten, bis wir den Weg zurück zum Campingplatz antraten. Nach ca. 15 Stunden waren wir wieder zurück in der Zivilisation! Erschöpft schlugen wir unser Zelt auf und fielen, nach einer heißen Dusche und warmem Essen, totmüde in unsere Schlafsäcke (im wahrsten Sinne des Wortes, denn vorher in die Knie zu gehen tat mehr weh als sich einfach fallen zu lassen ^^*).
Wer denkt, wir hätten mit der Wegbeschreibung übertrieben, kann sich hier gerne durch unsere Bilder überzeugen lassen:
- Bootsfahrt auf dem Königsee
- – Sankt Bartholomä –
- Erste Wanderungen
- Weg zur Eiskapelle
- Balancieren :D
- über Wasser
- Ganz schön kühl hier!
- Bei der Eiskapelle
- Am Ufer des Königsees
- Zelte aufschlagen
- Auf der kührointalm
- in der Ferne das Watzmannhaus
- Aufstieg zum Watzmannhaus
- wie kleine Japaner ^^
- der kleine Watzmann
- Kühe teilen unseren Weg
- Blick aus dem Fenster <3
- Ausblick beim Essen <3
- Beim Watzmannhaus
- Berchtesgaden
- Frühstück ^^
- Gerade ging die Sonne auf
- Goodbye Watzmannhaus
- Aufstieg zum Hocheck
- Wollen wir da wirklich rüber?
- Vogelfüttern
- erster Gipfel: Check!
- Jetzt wird der Weg schwerer….
- – ohne Worte –
- – ohne Worte –
- Seht ihr die Vorbeiziehenden Wolken?
- – ohne Worte –
- Zweiter Gipfel: Check!
- hinter Marlis geht es weiter…
- unsere Finger wurden gegen Kratzer getaped
- – ohne Worte –
- – ohne Worte –
- Erschöpft aber geschafft!
- Tolle Aussicht <3
- Dritter Gipfel: Check!
- Bei so tollem Ausblick fiel es schwer auf den gefährlichen Weg zu achten!
- Majestätisch :)
- Best Picknickspot ever <3
- Wir bekommen Besuch von einer Gams
- Wasser auffüllen ^^
- Langsam senkt sich die Sonne
- Endlich unten!
- Erschöpft in der Wimbachgrieshütte
- Sonnenuntergang
- Das Eis haben wir uns verdient!
- Wir auf der Südspitze <3
- Sonnenaufgang




















































So da habt ihr wirklich etwas Großes gemacht und uns schöne Bilder geschickt. UND DAS ALLES FREIWILLIG :-)
Ou man…. so verrückt!
Krasse Bilder.
Sogar beim Fotos anschauen bekommt man Gänsehaut.
Da hatte euer Schutzengel aber mächtig zu tun!
Man beachte Yanniks Schuhe auf dem Bild von der Südspitze.
Ja, so was machen wir so schnell auch nicht mehr! Ich kann´s immer noch nicht glauben, wenn ich die verrückten Bilder anschaue. Wir hatten aber auch echt Angst – und immer wenn man dachte jetzt haben wir es aber wirklich geschafft, ist es nochmal ein kleines bisschen schlimmer geworden -.-*
@G: Die Schuhe waren zum Klettern (seiner Aussage nach) wohl echt super. Und durch das spätere Schuhewechseln konnten sich die ersten Blasen von den 5-Fingers in den Wanderschuhen erholen. Das war echt schlau, weil wir anderen sind am Ende mehr oder weniger nur noch heim gehumpelt weil die Füße weh taten ^^*